3, 2, 1 Retargeting: Verwandle Interessenten in zahlende Kunden

Retargeting ist eine feine Sache. Ja, eine echt starke Methode, um Ads kosteneffizient und zielgruppengerecht zu gestalten. Sie schützt dich außerdem davor, dein Werbebudget unnötig zu verbrennen und lässt ein Targeting zu, das du sonst nirgendwo bekommen kannst.

In diesem Blogartikel erhältst du harte Fakten und smoothe Tipps zum Schalten von Remarketing Kampagnen. Bereit? Dann lass uns eintauchen…

Was ist Retargeting?

Wenn ein Interessent zu einem zahlenden Kunden wird, ist das meistens kein Produkt des Zufalls, sondern das Ergebnis eines Prozesses. Ein Prozess, der Menschen dabei hilft, Vertrauen zu einer Marke aufzubauen und schlussendlich ein Produkt oder Dienstleistung als ideale Lösung für ein Problem anzuerkennen.

Durchschnittlich sagt man, sind sieben Kontaktpunkte (sogenannte Touchpoints) zu einem Interessenten nötig, bis eine positive Kaufentscheidung stattfindet. Natürlich ist das kein Heilsversprechen, dass der Interessent tatsächlich nach sieben Touchpoints zuschlägt.Hand aufs Herz: Wie oft hast du in der Vergangenheit bereits nach der ersten oder zweiten Kontaktaufnahme aufgegeben? Man muss nicht Einstein sein, um zu verstehen, dass dir hier möglicherweise Umsatz durch die Lappen gegangen ist.

Aber bekanntlich lernt man ja aus Fehlern und wir möchten dir helfen, es ab sofort besser zu machen. Was also kannst du tun, um mehr Kapital (im wahrsten Sinne des Wortes) vor allem aus den Besuchern deiner Website zu schlagen?

Die Antwort: Baue auf Retargeting (auch Remarketing genannt). Dabei handelt es sich um eine Online Marketing Technik, die dir dabei hilft, Personen, die bereits auf deiner Website waren oder mit deinen Social Media Profilen interagiert haben, mit Online Werbeanzeigen erneut anzusprechen. Sehen wir uns an, wie das Ganze in der Praxis aussieht …

Retargeting Cookies

About Coffee & Cookies – wie funktioniert Retargeting?

In diesem Abschnitt möchten wir dir kurz veranschaulichen, wie Retargeting aus technischer Sicht funktioniert. So bekommst du ein ungefähres Verständnis, was da tatsächlich vor sich geht.

Nehmen wir einmal an, ein Kaffeejunkie besucht deinen Online Shop, über welchen du – du wirst es erraten – qualitativ hochwertigen Kaffee verkaufst. Er navigiert durch deine Produktübersicht und bleibt bei einer Sorte hängen, die ihn besonders anspricht. Er verlässt die Seite jedoch wieder, ohne einen Kauf getätigt zu haben.

Einige Tage später scrollt besagter User ahnungslos durch seinen Facebook Feed und stößt auf eine Werbeanzeige, die ihn exakt an das Produkt erinnert, für das er sich schon zuvor interessierte. Angefixt vom offerierten Schnäppchenpreis und gesteuert von seiner Koffeinvernarrtheit, klickt der User auf die Anzeige und bestellt ein Paket mit aromatischem Kaffee.

Was ist hier passiert? Beim ersten Websitebesuch wurde der User entsprechend seiner Handlung von einem sogenannten Facebook Pixel markiert. Facebook Pixel wiederum hinterlassen Cookies auf den Rechnern von Seitenbesuchern. Dadurch ist es möglich, diese zu kennzeichnen und abhängig von verschiedenen Aktionen, zum Beispiel ein bestimmter Seitenaufruf, in bestimmte Listen (bei Facebook: Custom Audiences) einzuordnen.

Somit erhältst du die Möglichkeit, Usern Werbeanzeigen auszuspielen, die zu ihrem Surfverhalten und Interessen passen. Klingt spannend, oder? Aber bringt dieses Vorgehen tatsächlich signifikante Vorteile?

Retargeting gruende

Gründe, die absolut für Retargeting sprechen

Retargeting ist angesagter denn je! Besonders das dynamische Remarketing via Google Ads wird an vielen Stellen heiß diskutiert, da es maximale Möglichkeiten bei der Zielgruppendefinition bietet. Aber stehen Aufwand und Kosten in einem gesunden Verhältnis zum tatsächlichen Ertrag? Wir müssen diese Frage mit einem ganz klaren JA beantworten, und zwar aus den folgenden 5 Gründen:

retargeting eingrenzung zielgruppe

Genauere Eingrenzung der Zielgruppe möglich

Mit einer Retargeting Kampagne bist du in der Lage, deine Anzeigen an das Verhalten deiner Zielgruppe anzupassen. So hast du beispielsweise die Chance, Käufern ein anderes Angebot zu präsentieren, als Menschen, die zuvor noch nie von dir gehört haben.

Retargeting Kosteneffizienz

Bessere Kosteneffizienz

Was ist das größte Manko von Plakatwerbung oder Zeitungsanzeigen? Richtig, die Streuverluste sind verflucht hoch! Mit Remarketing Anzeigen stellst du sicher, dass dein Werbebudget nicht an Personen verschwendet wird, die dein Angebot höchstwahrscheinlich sowieso nicht wahrnehmen oder einfach noch nicht kaufbereit sind.

Steigerung der Brand Awareness

Remarketing ist eine fantastische Möglichkeit, um Marken bekannt zu machen. Durch das wiederholte Einblenden von Logos oder bestimmten Werbeslogans setzen sich Brands in den Köpfen der Menschen fest. Das sorgt für Seriosität und erhöht den Wiedererkennungswert.

Retargeting Zeitersparnis

Zeitersparnis

Anstatt manuell E-Mails zu tippen oder zum Hörer zu greifen, bieten dir die Werbeanzeigen Manager von Google oder Facebook eine Menge Automatisierungsmöglichkeiten. Das bedeutet: Deine geistige und körperliche Anwesenheit ist während einer Retargeting Kampagne nicht gefordert und du kannst dich auf wichtigere Dinge konzentrieren. Geil, oder?

Wie kann ich selbst Retargeting Kampagnen schalten?

Facebook und Google Remarketing gelten aktuell als die beliebtesten Methoden zum Wiederansprechen von warmen Kontakten. Doch vor allem die Plattformen LinkedIn und Pinterest bauen die Möglichkeiten für Retargeting immer weiter aus.

Eine weitere sehr interessante Variante ist das E-Mail Retargeting. Dabei erhält eine Person anstatt einer Anzeige eine zielgruppen- und handlungsspezifische E-Mail. Wichtig dabei: Der jeweilige User muss sich zuvor bereits per Double-Opt-in-Verfahren in deine E-Mail Liste eingetragen haben. Alles andere wäre nicht DSGVO-konform.

Schritt 1: Facebook Pixel / Google Ads Remarketing Skript auf deiner Website installieren

Zunächst brauchst du eine Datengrundlage, um später deine Remarketing-Zielgruppen zu definieren: Das ist meistens deine Website, bzw. die Besucher deiner Website. Um also diese Personen zu markieren, musst du Cookies in ihren Browsern hinterlassen und dafür benötigst du die entsprechenden Skripte.

Über den Google Tag Manager kannst du vor allem das Google Ads Remarketing Skript sehr einfach einfügen. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass du ein entsprechendes Google Ads Konto hast und daraus zumindest eine Conversion ID generieren kannst.

Du kannst Remarketing-Listen für Google übrigens auch über Google Analytics erstellen. Wir raten aber in den meisten Fällen davon ab, um eine klare Unterscheidung zwischen Marketing-Cookie und funktionellem Cookie zu haben.

Auch das Facebook Pixel lässt sich sehr einfach über den Tag Manager von Google integrieren. Hierfür steht zwar keine vereinfachte Vorlage zur Verfügung, jedoch kannst du das Skript einfach über “Benutzerdefiniertes HTML” integrieren.

Wichtig ist außerdem, dass du die Cookies jeweils DSGVO-konform einbindest. Konkret heißt das, dass du deine User darüber informieren solltest und, dass du ihnen die Möglichkeit gibst, diese Cookies gar nicht erst auszulösen. (Wir nutzen dafür übrigens Usercentrics.)

Schritt 2: Custom Audience / Remarketing Liste erstellen

Im nächsten Schritt kannst du in Google Ads unter dem Punkt Zielgruppenverwaltung eine Liste erstellen und auswählen, welche Besucher zur Liste hinzugefügt werden sollen. Dafür stehen verschiedene Optionen zur Verfügung - du solltest dir also schon vorher Gedanken gemacht haben, was für dich am meisten Sinn macht.

Bei Facebook sieht das Ganze recht ähnlich aus: Unter dem Punkt Zielgruppen kannst du eine neue Custom Audience erstellen. Genauso wie bei Google stehen auch hier verschiedene Möglichkeiten zur Eingrenzung zur Verfügung.

Schritt 3: Kampagne und Anzeigen erstellen

Hast du die Zielgruppen erst einmal angelegt, kann es eigentlich direkt losgehen. Erstelle einfach die entsprechenden Kampagnen und wähle bei den Zielgruppen-Einstellungen aus, welche Zielgruppe du erreichen möchtest.

Retargeting Anzeigen bei Facebook & Co schalten – unsere Best Practices

Abschließend möchten wir dir noch einige Tipps und Tricks mit auf den Weg geben. Halte dich daran und deine erste Google oder Facebook Remarketing Kampagne schlägt ein wie eine Bombe:

Frequency Capping nutzen

Um User nicht mit deiner Anzeige zu nerven, empfiehlt es sich die Anzahl an Werbeeinblendungen pro User zu deckeln.

Kombination mit Content Marketing Konzept

Remarketing gilt als besonders effektiv, wenn Werbeanzeigen mit passenden Content Marketing Maßnahmen gekoppelt werden. Verknüpfe deine Retargeting Anzeigen mit informativen Blogartikeln und Produktbeschreibungen, um deine User auch auf Trust-Ebene abzuholen.

Verschiedene Ads für verschiedene Phasen

Stelle sicher, dass du für jede Phase des Customer Cycle eine darauf optimierte Werbeanzeige in der Hinterhand hast. Einige Interessenten werden im besten Fall gleich konvertieren, andere möchten vielleicht noch ein paar Informationen haben und wieder andere brauchen vielleicht doch noch ein Sonderangebot.

Käufer sind die besten Kunden

Konzentriere dich bei der Schaltung von Remarketing Ads auch auf Personen, die bereits gekauft haben, indem du ihnen ähnliche oder ergänzende Angebote zum erworbenen Produkt anbietest. Wie wäre es beispielsweise mit einer Tasche für den neuen Golfschläger? Einem Kochbuch passend zur Küchenmaschine? Oder einem zusätzlichen Controller für die neue Konsole?

Anzeigen laufend optimieren

Die Automatisierungsmöglichkeiten beim Retargeting sind üppig - keine Frage. Trotzdem solltest du vor allem die einzelnen Anzeigen fortlaufend optimieren, um das Beste aus deinen Retargeting-Kampagnen herauszuholen.

Retargeting & DSGVO

Beachte, dass Seitenbesucher laut EU-Datenschutzverordnung einer Erhebung der Daten zu Remarketing Zwecken zustimmen müssen und du ihnen eine Möglichkeit geben solltest, dies abzulehnen. Auch in deiner Datenschutzerklärung solltest du darauf hinweisen.

Du brauchst verstärktes Know-how in Sachen Retargeting? Wir machen uns gerne für dich stark! Lass uns gemeinsam eine zielgerichtete Werbekampagne auf die Beine stellen, die messerscharf konvertiert.

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