Headless cms

Headless CMS: Gutes darf ruhig kopflos sein.

Die Anforderungen an moderne Websites werden ständig höher. Es gibt viele Ideen, diesen neuen Ansprüchen gerecht zu werden. Eine davon ist Headless CMS. Hier erfährst du, was ein Headless CMS ist, welche Vorteile es dir bringt und welche Produkte am Markt bereits besonders etabliert sind.

Was es mit der Kopflosigkeit auf sich hat...

Um zu verstehen, was die Headless CMS Neues mit sich bringen, nehmen wir kurz noch einmal die klassische CMS-Variante unter die Lupe. Beim herkömmlichen CMS wird den Nutzern die Bearbeitung von Inhalten über das Backend ermöglicht und die relevanten Datenänderungen dann einfach gespeichert und ausgegeben. Heute reicht diese Form der Bearbeitung und Ausgabe, die für den Anwender ohne Frage sehr benutzerfreundlich ist, aber oft nicht mehr aus. Wenn du nur an die Möglichkeiten denkst, die Inhalte deiner Website auf unterschiedlichen Plattformen nutzbar zu machen, wird schnell klar, dass es etwas mehr braucht als die gute alte Kombination.

Ein CMS für moderne Ansprüche braucht eine Schnittstelle, die alle Möglichkeiten integriert. Damit braucht es aber den View nicht mehr. Und schon ist das CMS kopflos!

Wenn der View einfach nicht mehr reicht...

Im typischen CMS wurde dir der View gleich passend mitgeliefert. Doch das funktionierte alles nur so lange, wie die Daten den View als Ziel hatten. Als einziges Ziel wohlgemerkt. Heute werden Daten jedoch variabel und bedarfsgerecht transportiert. Server, TV oder Handy sind nur einige Beispiele dafür. Ein CMS, das moderne, also multimediale Ansprüche erfüllen soll, ist deutlich leistungsfähiger aufzustellen. Das Headless CMS kommt weder mit View noch mit Templates daher. Es hat nur noch drei Bestandteile, mit denen du es nutzen kannst: das Backend und die Datenbank natürlich, sowie die API, die wir im nächsten Abschnitt kurz vorstellen.

API unter der Lupe

API ist das Kürzel für Application Programming Interface. Es handelt sich um eine Programmierschnittstelle, mit der bedarfsgerechte Anwendungen geschrieben und implementiert werden können. Die API ist der Ersatz für das normale Frontend, mit dem du vielleicht bisher auch schon gearbeitet hast. Über das Backend kannst du in der Datenbank alle Daten begutachten, bearbeiten, erneut speichern oder löschen. Daten, die via API transportiert und bearbeitet werden, haben einen großen Vorteil: Sie können völlig flexibel abgerufen werden. Das ist serverübergreifend ebenso möglich wie mit der Programmiersprache deiner Wahl. Die Kopflosigkeit ist also keineswegs ein Nachteil, wie du inzwischen unschwer erkennen können solltest.

Ein Content für alle Anwendungsfelder

Um den Unterschied zwischen klassischem und Headless CMS noch einmal deutlich herauszuarbeiten: In der alten Variante war ein Content für die Programmiersprache und den Server fix, für den er einmal verfasst wurde. Nun, mit der Headless-Version, wird dir ein großes Stück Unabhängigkeit geboten. Du erstellst deinen Content einmal wie gewohnt, kannst ihn aber in den Medien deiner Wahl platzieren. Das gilt für den stationären Desktop-PC ebenso wie für mobile Endgeräte wie das Smartphone oder das Tablet. Von der App bis zur Website ist alles möglich. Und das Beste daran: Wenn du eine Änderung hast, nimmst du diese einmalig vor und speist sie dann überall ein, wo der Content abgerufen werden soll.

Dynamik pur erleben

Doch das ist noch nicht alles, was dir ein Headless CMS zu bieten hat. Wolltest du beim herkömmlichen CMS eine Datenabfrage durchführen, war ein Reload nötig. Mit dem Headless CMS brauchst du das nicht mehr. Die dynamische Abfrage ist dir sicher. Auch bei aktiver Website sind Datenabfrage und -einbettung unkompliziert möglich. Die Dynamik schenkt dir Aktualität für hohe Ansprüche.

Wie werde ich nun "kopflos"?

Bei den Vorteilen hast du dich sicher schon insgeheim gefragt, wie du unkompliziert dein Headless CMS erhältst und einsetzen kannst. Zunächst einmal sind Voraussetzung zu erfüllen: Die Serverqualität ist in diesem Zusammenhang entscheidend. Leistungsstärke bedeutet, dass deine Anfragen, etwa ein Datenbankabruf, zügig umgesetzt werden können. Denn (und wenn du möchtest, kannst du das als Nachteil des Headless CMS werten) bei Serverausfall ist der Content flächendeckend nicht erreichbar. Ist der Server optimal, kann das Abenteuer Headless CMS beginnen. Eine Möglichkeit, sich an die neue Performance zu gewöhnen und die Umstellung sicher zu verwirklichen, ist die etappenweise Auskopplung von Inhalten. Das Processive Decoupling führt dich langsam, aber sicher hin zum Headless CMS.

Welches CMS ist headless und zu empfehlen?

Im Folgenden stellen wir dir vier Headless CMS vor. Die Vollständigkeit ist natürlich nicht gewährleistet und da Wertung immer etwas Individuelles ist, ist deine Meinung diejenige, die ausschlaggebend sein sollte.

contentful

Contenful ermöglicht es dir, Content in einem Zug zu speichern und zu editieren. Es gibt Tools und Frameworks, die dir ein bedarfsgerechtes Arbeiten ermöglichen. Der Omnichannel-Vorteil steht dabei immer im Vordergrund. Die Verfügbarkeit der Daten macht Teamarbeit möglich und punktet daher mit hoher Effizienz.

Storyblok

Storyblok bezeichnet sich auf seiner Website selbst als das einzige Headless CMS, das mit einem visuellen Editor daherkommt. Wir werden beobachten, wie lange es bei diesem Alleinstellungsmerkmal bleibt. Dennoch ist die Vorschaufunktion ein wichtiges Feature, gerade für Anwender, die noch unerfahren sind. Im Prinzip verbindet Storyblok so "What You See Is What You Get" mit den Vorzügen der Headless Architektur, die wir bereits angeführt haben.

Hier geht es zu Storyblok.

sleekshop

sleekshop bietet dir hoch skalierbare Websites mit unkomplizierter Bedienbarkeit. Das Tool ist für e-Commerce besonders gut aufgestellt. Die Entwicklung verläuft zügig und professionell. Die Cloud ist die Basis für die effizienten Abläufe. Updates sind bei sleekshop bereits inbegriffen.

Hier geht es zu sleekshop.

Craft CMS

Das Craft CMS, welches nicht nur als Headless CMS genutzt werden kann, wirbt mit hoher Benutzerdefinierung, die dir maßgeschneidertes Arbeiten ermöglicht. Es bietet dir volle Kontrolle über die HTML-Architektur und Templates für den individuellen Einsatz. Craft CMS ist sicher, skalierbar und bietet Support für hohe Ansprüche. Das zeigt sich an der Website, die eigens für Einsteiger geschaffen wurde: Unter www.craftquest.io/courses/head... findest du ein Tutorial, in dem du erfährst, wie du Craft CMS in der Headless Variante nutzt.

Alle Produkte, die wir dir hier empfehlen, bieten dir eine Testversion, sodass du erst einmal in Ruhe unter die Lupe nehmen kannst, ob du mit Headless CMS überhaupt zurecht kommst und welches für dich am besten geeignet ist.

Fazit: Kopflos kann sich durchaus lohnen

Headless CMS macht Content flexibel verfügbar. Kern ist die API, die das Frontend in der klassischen Ausführung ersetzt und flexibel hält. Die Vorteile sind im effizienten Arbeiten und der Multichannel-Lösung für hohe Ansprüche begründet. Programmiersprache und Server können frei gewählt werden, was das individuelle Arbeiten zusätzlich erfreulich pusht. Änderungen werden einmal erstellt und können dann allen Kommunikationskanälen parallel zur Verfügung gestellt werden. Dies waren noch einmal die Vorteile im Überblick, wenn du mit dem Gedanken spielst, in Sachen CMS kopflos werden zu wollen.

Wenn du mit dem klassischen CMS wunschlos glücklich bist: wunderbar, weiter so! Das Betreiben einer Website ist mit dem normalen CMS natürlich möglich, wenn auch unter Umständen nicht ganz so effizient. Wenn du aber mehr willst, zum Beispiel an viele verschiedene Stellen ausliefern, kann ein Headless CMS für dich jedoch durchaus die Option sein, die du vielleicht schon lange entdecken wolltest.

Gerne beraten wir dich, wie du mit Headless CMS dein kopfloses (Digital-)Wunder erleben kannst. Ruf uns doch gleich einmal an! Auf einen Kaffee?